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Die Geschichte der Europäischen Ökumenischen Versammlungen
Von Basel über Graz nach Sibiu

Die Europäischen Ökumenischen Versammlungen sind Begegnungen, die von der Konferenz Europäischer Kirchen und vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen gemeinsam durchgeführt werden. Ziel ist es, die Einheit und die ökumenische Zusammenarbeit der Kirchen unterschiedlicher Tradition zu fördern, sich über ihre gemeinsamen Aufgaben in Europa zu verständigen und ein Zeichen der Versöhnung für die Christen, die Menschen in Europa und die Welt zu setzen.

Ein halbes Jahr vor dem Fall der Berliner Mauer und den weitgehend gewaltfreien Revolutionen in Mittel- und Osteuropa wurde die Erste Europäische Ökumenische Versammlung in Basel 1989 für "Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung " zu einem Ort für die Vision der Kirchen von einem gemeinsamen europäischen Haus.

Angesichts der Kriege im ehemaligen Jugoslawien sahen die Kirchen 1997 während der Zweiten Europäischen Ökumenischen Versammlung in Graz das Thema "Versöhnung – Gabe Gottes und Quelle neuen Lebens" als besondere Herausforderung. Sie beschlossen, die Charta Oecumenica – Leitlinien für die Zusammenarbeit der Kirchen in Europa" zu schreiben, in der sich die Christen Europas zum gemeinsamen Zeugnis der versöhnenden Kraft Christi und zu einer glaubwürdigen Zusammenarbeit verpflichten.

Sie prägt auch den Prozess der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung, der seinen Höhe- und Schlusspunkt im September 2007 in Sibiu (Hermannstadt) in Rumänien findet.

In Sibiu schauen die 2.500 Delegierten der Kirchen und Bischofskonferenzen aus ganz Europa auf eine bald zwanzigjährige Geschichte zurück. Sie zeigt, wie Christinnen und Christen Europas Landkarte mit verändert haben. Auch für die Zukunft ist und bleibt das vorrangige Ziel, die bestehende Gemeinschaft zu feiern und zu bezeugen und gemeinsam einen Beitrag zu leisten für den europäischen Verständigungs- und Integrationsprozess und für ein versöhntes, friedliches und gerechtes Europa.

Die Reise der Hoffnung begann mit Basel in einem protestantisch geprägten Land, führte über die überwiegend römisch-katholische Stadt Graz nach Sibiu / Hermannstadt in ein mehrheitlich orthodoxes Land. Davon hätten die Teilnehmenden der Ersten Europäischen Ökumenischen Versammlung 1989 allenfalls zu träumen gewagt: Ein großes gesamteuropäisches christliches Ereignis, bei dem theologische Fragen sowie politisch aktuelle Themen ineinander greifen und offen diskutiert werden. Erstmals in einem Land, das einst hinter dem Eisernen Vorhang lag.

 




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