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Europa kann sich auf uns Christen freuen

"Europa kann sich auf uns Christen freuen"
Bischof Noack predigt zum Start von Ökumenetreffen in Wittenberg

15. Februar 2007

Christen sollen sich für das Zusammenwachsen Europas engagieren und sich dabei von Gottes Liebe leiten lassen. Dazu hat der Magdeburger Bischof Axel Noack am Donnerstag, 15. Februar, in seiner Predigt im Eröffnungsgottesdienst zur dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung – sie steht unter dem Thema "Die Gabe des Lichtes wahrnehmen" – in Wittenberg aufgerufen. Als Beispiel verwies er dabei auf die biblische Gestalt Johannes des Täufers, der selbstlos aber selbstbewusst den Menschen seiner Zeit von Gottes Liebe erzählt habe. Die Predigt des Leitenden Geistlichen der Kirchenprovinz Sachsen wurde an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Gottesdienstes auch in Englisch, Französisch und Italienisch ausgeteilt. Daneben waren außerdem mehrsprachige Lieder, Lesungen und Gebete Bestandteil der Feier in der Stadtkirche St. Marien. An den viertägigen Beratungen in der Lutherstadt nehmen mehr als 150 Delegierte aus den verschiedensten europäischen Kirchen teil.

"Ohne Gottes Liebe und Barmherzigkeit können wir als Christen und Kirchen nicht sonderlich viel beitragen zur Gestaltung Europas. So doll werden wir da nicht leuchten. Aber als solche, die von dieser Liebe durchdrungen und erleuchtet sind, kann Europa sich auf uns Christen freuen. Wir werden nämlich mit anderen Augen auf diese Welt blicken, nicht etwa naiv aber doch sehr hoffnungsvoll und voller Vertrauen auf Gottes Güte", sagte Axel Noack. "Ich wünsche der heute beginnenden ökumenischen Versammlung in Wittenberg Gottes reichen Segen und dass wir ‚verwöhnt von Gottes Liebe’ wieder nach Hause kehren und dass die Menschen in Europa uns dieses abspüren."

Vorbereitet wurde der Gottesdienst zur Eröffnung der Ökumenischen Versammlung von Mitgliedern der Wittenberger Kirchengemeinden. Darunter waren Vertreterinnen und Vertreter der Evangelischen Freikirchlichen, der katholischen, der Schlosskirchen- und der Stadtkirchengemeinde sowie der Landeskirchlichen Gemeinschaft.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Ökumenetagung beraten in der Lutherstadt bis zum 18. Februar über den Beitrag der großen christlichen Religionsgemeinschaften für das Zusammenwachsen Europas. Die Tagung ist die vorletzte von insgesamt vier Stationen der dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung. Höhepunkt wird die Abschlussveranstaltung vom 4. bis 9. September in Sibiu (Rumänien). Dort werden über 2.000 Vertreterinnen und Vertreter aus evangelischen, orthodoxen und katholischen Kirchen Europas erwartet.

Wittenberg, 15. Februar 2007

Pressestelle der EKD
Christof Vetter

 




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