
Die Charta hat zu einer Fülle von Ereignissen in zahlreichen Ländern Europas geführt. Sie liegt bisher in 30 Sprachen (auch arabisch) vor. Die meisten Übersetzungen sind auf Initiativen derer entstanden, die sich in den einzelnen Ländern für die Charta engagieren. Dies stellt an sich schon einen ökumenischen Prozess dar.
Europaweit finden Aktionen, Projekte und Dialogprozesse in Orden, Gemeinden, Schulen und Akademien statt. Die Charta ist Bezugspunkt in vielen neueren ökumenischen Texten, Beiträgen und Veröffentlichungen. Sie wird in vielen Ländern als Anstoß erlebt, eine wachsende Verantwortung für Europa als Ganzes zu entwickeln.
Auch in Deutschland führte sie zu einer Fülle von Ereignissen. In vielen Landeskirchen und Diözesen wurde die Charta an alle Gemeinden versandt mit der Bitte, sie zu beraten und umzusetzen. Die Synoden von Bayern, Hessen-Nassau, Kurhessen-Waldeck und Württemberg haben die Charta angenommen und den Gemeinden Vorschläge für Konkretisierungen gemacht, andere haben sie in dem Sinne diskutiert. In Akademien, Hochschulen und in der Jugendarbeit war sie genauso ein Anstoß zum Nachdenken und Entwickeln neuer Schritte wie in den Gemeinden.
Als Folge haben viele Gemeinden mit ihren ökumenischen Nachbarn die Charta unterzeichnet und sich ebenso wie Diözesen und Landeskirchen verpflichtet, "auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens eine ökumenische Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit zu fördern". Nur so kann auch in Zukunft die Charta ihre Wirksamkeit entfalten.
Viele regionale ACKs haben beraten, welche Verpflichtungen in ihrem Kontext zu Konsequenzen führen müssen. Die Bundes-ACK hat nun eine Arbeitsgruppe eingesetzt, die – auf Grundlage einer Umfrage unter den Mitgliedskirchen – mögliche Konsequenzen erarbeiten soll.
Ein vorläufiger Höhepunkt für die Rezeption der Charta im deutschen Kontext war die Unterzeichnung aller Mitgliedskirchen der ACK auf dem 1. Ökumenischen Kirchentag in Berlin 2003.

