Link zur Startseitelogoeoev3
 
Ausschnitt Bild Stationen
I. Station: Rom 24. – 27.01.06

Auftaktveranstaltung mit 150 Delegierten aus Kirchen, Bischofkonferenzen, ökumenischen Organisationen, Gemeinschaften und kirchlichen Bewegungen in einer von der römisch-katholischen Kirche und deren Tradition geprägten Stadt.

In seiner Begrüßung hat der Präsident des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), Amédée Grab, (Graz), als Gastgeber die Bedeutung der Charta Oecumenica unterstrichen. Die darin benannten grundlegenden ökumenischen Aufgaben, Leitlinien und Verpflichtungen bilden die Agenda für den Prozess der Dritten Europäischen Ökumenischen Versammlung (EÖV3) und sollen auf allen Ebenen des kirchlichen Lebens eine ökumenische Kultur des Dialogs und der Zusammenarbeit fördern.

Unter der Überschrift "Zeichen des Lichtes Christi in Europa" wurde etwas von der Vielfalt der ökumenischen Schritte auf verschiedenen Ebenen des kirchlichen Lebens deutlich: Über die Erfahrungen der Gemeinschaft in Taizé (Frère Alois), die Bedeutung der Migrantengemeinden für die Kirchen in Europa (Doris Peschke, Churches Commission for Migrants in Europe), bis zur Ikone der "Neuen Märtyrer" in der Kirche San Bartolomeo in Rom, die auf Initiative der Gemeinschaft Sant'Egidio entstand. Sie erinnert als ökumenisches Zeichen des Gedenkens an die Märtyrer aus allen Kirchen, darunter auch an Menschen wie Paul Schneider und Dietrich Bonhoeffer.

In den Vorträgen von Landesbischöfin Margot Käßmann und Kardinal Walter Kasper wurde die ökumenische Situation in Europa benannt. Auch wenn die gegenwärtige ökumenische Situation eine gewisse "Ernüchterung" erlebt, waren sich Rednerin und Redner darin einig, dass es für die zukünftigen Aufgaben gute und gewachsenen Beziehungen gibt. Die EÖV3 biete eine neue und große Chance, sich gemeinsam auf den Weg zu machen und für mehr Gerechtigkeit in Europa aktiv einzutreten.

Die Begegnungen mit Papst Benedikt XVI. setzten ein besonderes ökumenisches Zeichen auf diesem Weg. In einer Audienz dankte der Papst dafür, dass sich die Kirchen Europas mit der EÖV3 wieder auf einen Prozess der Versöhnung einlassen. In der Vesper, die anlässlich des Abschlusses der Gebetswoche für die Einheit der Christen am 25. Januar 2006 in der Basilika Sankt Paul vor den Mauern gefeiert wurde, begrüßte Papst Benedikt XVI die Delegierten und betonte: "Wir haben einen solch langen Weg zu gehen. Aber lasst uns nicht entmutigt werden, vielmehr lasst uns mit noch größerer Energie beginnen. Wir können auf Gottes verlässliche Gegenwart zählen, demütig und unermüdlich. Wir bitten ihn um das kostbare Geschenk der Einheit und des Friedens".

Der Weg der Dritten Europäischen Versammlung wurde mit Rom eröffnet, der weitere Weg vorgestellt und die Ziele für den Prozess formuliert. Ein von der Versammlung an die Gemeinden und Kirchen in Europa formulierter Text lädt zur Teilnahme und zur zweiten Station ein.

 




Ende des Inhalts. Um zur Navigation zu springen drücken Sie